Fes­te Zahn­span­ge.

Die fes­te Zahn­span­ge, auch bekannt als Mul­ti­band- bzw. Mul­ti­bra­cket­ap­pa­ra­tur, besteht im Wesent­li­chen aus Bra­ckets, wel­che an den Zäh­nen befes­tigt wer­den. Hier­bei kön­nen die unter­schied­lichs­ten Mate­ria­li­en zum Ein­satz kom­men, so zum Bei­spiel Edel­stahl, Kunst­stoff oder mitt­ler­wei­le auch zahn­far­be­ne Kera­mik. Die­se Bra­ckets wer­den durch den soge­nann­ten Draht­bo­gen mit­ein­an­der ver­bun­den, der auf bei­den Sei­ten mit den Backen­zäh­nen ver­an­kert wird und somit für die zur Kor­rek­tur not­wen­di­ge Span­nung sorgt.

Beson­ders bei Kindern/Jugendlichen zwi­schen 9 und 14 Jah­ren wird die fes­te Zahn­span­ge gern zur Regu­lie­rung von Fehl­stel­lun­gen ver­wandt, da in die­sem Alter das noch nicht abge­schlos­se­ne Kie­fer­wachs­tum die Behand­lung erleich­tert. Außer­dem kön­nen durch die fes­te Ver­an­ke­rung „Moge­lei­en“ ver­mie­den wer­den, die die Behand­lungs­dau­er nur unnö­tig in die Län­ge zie­hen wür­den.

Behand­lungs­ab­lauf.

Wird eine fes­te Zahn­span­ge not­wen­dig, wer­den nach einer gründ­li­chen Rei­ni­gung der Zäh­ne zunächst die Bra­ckets auf die Zahn­vor­der­sei­te auf­ge­klebt. Damit die­se opti­mal haf­ten, wird die Zahn­ober­flä­che im Vor­feld durch ein spe­zi­el­les Gel auf­ge­raut. Dar­über hin­aus besteht die Mög­lich­keit, die Zäh­ne vor dem Auf­kle­ben der Bra­ckets mit einem licht­här­ten­den Lack zu ver­sie­geln, um etwai­gen Ent­kal­kungs­fle­cken, den soge­nann­ten „White Spots“, nach dem Ent­fer­nen der Mul­ti­band­ap­pa­ra­tur vor­zu­beu­gen (Down­load Info­blatt: Schutz für den Zahn – Ver­sie­ge­lungs­lack). Da die Posi­tio­nie­rung der Bra­ckets sehr exakt vor­ge­nom­men wer­den muss, ver­wen­den wir hier­für beson­de­re kie­fer­or­tho­pä­di­sche Instru­men­te. Die kor­rek­te Posi­tio­nie­rung der Bra­ckets ist daher bedeut­sam, da sie die Ver­bin­dung zum Draht­bo­gen her­stel­len und somit maß­geb­lich an der Kor­rek­tur der Fehl­stel­lung betei­ligt sind.

Der nächs­te Schritt besteht dar­in, den Draht­bo­gen, wel­cher in der Anfangs­pha­se der Behand­lung noch rela­tiv dünn ist,  in die an den Bra­ckets vor­ge­se­he­nen Schlit­ze zu ste­cken. Damit der Draht nicht ver­rutscht, wird er anschlie­ßend durch klei­ne Gum­mi­rin­ge an den Bra­ckets befes­tigt.

Das Ein­set­zen der Zahn­span­ge nimmt pro Kie­fer (Ober-/Un­ter­kie­fer) etwa 45 Minu­ten in Anspruch und ist in der Regel nicht mit Schmer­zen ver­bun­den. Es besteht jedoch die Mög­lich­keit, dass in den ers­ten Tagen zum Bei­spiel das Essen Schmer­zen ver­ur­sacht, oder aber wun­de Stel­len am Zahn­fleisch und/oder an der Wan­ge auf­tre­ten. Die­se Beschwer­den soll­ten sich jedoch kurz­fris­tig wie­der legen.

unsichtbare Zahnspange mit Keramik
Tra­ge- und Pfle­ge­tipps

Die Behand­lung durch eine fes­te Zahn­span­ge nimmt in der Regel 1 – 2  Jah­re in Anspruch, ist jedoch von dem Schwe­re­grad der Fehl­stel­lung abhän­gig. Klei­ne Kor­rek­tu­ren las­sen sich zum Bei­spiel auch in einem kür­ze­ren Zeit­raum regu­lie­ren.

Tipps, wie man am bes­ten bei der Zahn­rei­ni­gung mit fes­ter Zahn­span­ge vor­geht, haben wir hier für Sie zusam­men­ge­stellt.

Kos­ten­über­nah­me durch die Kran­ken­kas­se.

Die gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen über­neh­men aktu­ell 80 % der Behand­lungs­kos­ten für das ers­te und 90 % der Kos­ten für jedes wei­te­re Kind. Die übri­gen 20 % bzw. 10 % müs­sen zunächst vor­ge­streckt wer­den und kön­nen erst nach erfolg­rei­cher Behand­lung durch die Kran­ken­kas­se erstat­tet wer­den. Die Behand­lungs­kos­ten für Erwach­se­ne wer­den in der Regel nicht über­nom­men. Gern bera­ten wir Sie indi­vi­du­ell hin­sicht­lich der Kos­ten­über­nah­me durch Ihre Kran­ken­kas­se. Fällt Ihnen die Zah­lung etwai­ger Eigen­leis­tun­gen schwer, fin­den wir mit Ihnen Wege, sodass die Kos­ten­be­las­tung für Sie trag­bar ist, zum Bei­spiel durch eine Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung.